Gemeinde soll Energie sparen
Ratsfraktion der Grünen will Antrag zur Nutzung des Konzepts Ökoprofit stellen
Kommunen sollten nicht anders als Wirtschaftsbetriebe durch ökologisches Investieren die Energie und Material fressenden Kosten senken. Die Grünen bereiten dazu einen Ratsantrag vor. von Ursula kallenbach wedemark. Hannover und Langenhagen führen es schon seit einiger Zeit vor, die Nachbarstadt Burgwedel ist ebenfalls neu in das Konzept Ökoprofit eingestiegen. Ziel ist es – egal ob es sich um ein Unternehmen oder eine Verwaltung handelt – Rohstoffe und Energie zu sparen und Umweltbelastungen zu vermindern. Zugleich zeigt die Bilanz, wie alle bisherigen Ergebnisse belegen, bessere wirtschaftliche Ergebnisse. Ökoprofit ist ein patentiertes Verfahren aus Österreich. Wer es in Anspruch nehmen will, bekommt Berater für die Mitarbeiterschulung gestellt und bezahlt Lizenzgebühren. „Wir haben in der Wedemark schon Firmen angesprochen“, sagte die Umweltbeauftragte der Gemeinde, Ursula Schwertmann, gestern der Nordhannoverschen Zeitung. Das Unternehmen Sennheiser sei in das Projekt Ökoprofit bereits eingestiegen. „Sobald dort interessante Ergebnisse vorliegen, hoffe ich, dass wir sie gemeinsam veröffentlichen und andere Unternehmen auch dafür gewinnen können“, erläuterte sie. Auch mit der Stadt Burgwedel sei ein enger Kontakt vereinbart. 2007 beteilige sich auch die Klimaschutzagentur in der Region Hannover an dem Projekt. Insofern werde es jetzt ausgeweitet auf die Kommunen. „Viele Betriebe haben beachtlich investiert und ebenso gespart“, führt die Grünen-Ratsfrau Hermine Rüfer an. Die Beratung der Betriebe werde gesponsort; die Kosten für die erforderlich werdenden Maßnahmen müsse die Kommune selbst bezahlen. Besonders den Wirtschaftsförderer Carsten Niemann halten die Wedemärker Grünen für den „idealen Multiplikator“, um das Thema bewusst zu machen. „Auch Bürgermeister Tjark Bartels hat signalisiert, dass sich die Verwaltung an dem Konzept beteiligt“, berichtet Siegfried Götz von den Grünen. |